Good Bye

Liebes Schottland, Liebe Freunde in Glasgow und zu Hause,

unser Auslandssemester ist auch schon wieder zu Ende, kaum das es angefangen hat. Morgen früh um 6 kommt unser Taxi um uns Richtung Flughafen zu fahren. Um 2 deutscher Zeit sind wir dann wieder zu Hause.

Ich freue mich schon, mir ist aber auch ganz mulmig bei dem Gedanken, von hier weg zugehen. Es war doch einfach eine wunder-, wunderschöne Zeit!

Ich drücke euch alle (und lass sehr bald wieder von mir hören)
Benny/Benjamin



[Anmerkung]Die Einträge für Montag und Dienstag werde ich dann von zu Hause aus noch nachtragen, aber heute ist jetzt dann Bettchen angesagt[/Anmerkung]
[Anmerkung 2]Die versprochenen Tage sind endlich nachgetragen. LEider ist bei meiner Mama das Internet so langsam, da hatte ich nicht wirklich Lust mich im Netz rumzutreiben. Und viel zu tun gibt/gab es auch... Doch dazu in Bälde mehr[/Anmerkung 2]

2 Comments:

At 16:30, Blogger Andi-Buck said...

Na, das war doch alles in allem ein schöner Abschluss! Von außen kommt einem so ein Auslandssemester wirklich viel kürzer vor, als wenn man es selber erlebt (außer man hat fürsorgliche Eltern - denen kann es gar nicht kurz genug sein... *gg*).
Jedenfalls habt ihr echt was draus gemacht, nicht nur (aber auch...) Party, sondern auch viel gesehen und tolle Erlebnisse gehabt.
Hoffentlich bleibt euch die angeblich weit verbreitete "Post-Erasmus-Depression" erspart. Ich jedenfalls hab darunter nicht gelitten. :)
Noch ein letzter "Alte-Hasen-Tipp": Druck dir dein Blog aus. Ich hab das auch gemacht und war im Nachhinein heilfroh darüber, denn irgendwann wurde es unangekündigt gelöscht.
Nun denn, dann sag ich "Auf Wiedersehen im Alltag"!
Andi

 
At 14:27, Anonymous Anonym said...

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Nachtrag Teil 2: Dienstag

Unser letzter Tag in Schottland ist noch einmal mit einigen Erledigungen bestückt.
Zuerst rollen wir einen ganzen Schwung Sachen mit meinem Koffer zur Uni - später soll das Zeug dann verschickt werden. Im Statistik-Institut holen wir uns dann bei Agostino noch das gedruckte Skript, das er am Freitag (in unserer Abwesenheit) ausgegeben hatte.

Ich gehe dann weiter zum Friseur. Noch mal schick machen bevor es nach Hause geht. Habe letzte Woche auch ein Termin mit Jon ausgemacht, aber darf dann heute feststellen, dass da ein Fehler unterlaufen sein muss. Jon hat heute gar keine Arbeit, Dienstags nie. Doof ist das, aber Gott sei Dank hat eine andere Kollegin Zeit.
So komme ich dann doch zu meiner wohlverdienten Haarkürzung und -veredelung.

Mit Amelie geht es dann zum "Mailbox etc.", wo wir das Paket aufgeben. Wiegt doch nur 17kg. Das ist ja eigentlich nicht wirklich viel!
Als wunderbaren Abschluss gehen wir dann noch zum Café Antipasti um dort Mittag zu essen. Die waren heute vielleicht verplant. Obwohl wirklich einige Plätze frei waren mussten wir recht lange auf einen Tisch warten. Das Essen war dann zwar gut, aber leider auch nicht ganz so toll wie an Amelies Geburtstag, an dem wir auch hier waren.

Der restliche Tag bestand dann aus den langweiligen Sachen: Noch fertig packen und dann recht früh ins Bett gehen, damit wir morgens auch raus kommen!

Nachtrag Teil 1: Montag

Heute stand packen auf dem Plan. Das macht mir wirklich keinen Spaß. Auf einmal ist das Zimmer so kahl und leblos.

Am Abend haben wir uns dann noch einen schönen Ausgleich gesucht. Wir sind ein letztes mal ins Kino gegangen. Wir haben uns den Film Tsotsi angeschaut. Der Film hat dieses Jahr den Oscar für den besten ausländischen Film gewonnen.
Das Werk erinnert ein wenig an den (ebenfalls) genialen Film City of God. Die Thematik ist eine ähnliche. Es geht um einen Jugendlichen Gangleader in einem Getto in Südarfika. Dabei stehen die Konflikte der reichen Bewohner und der Armen Bevölkerung mit im Mittelpunkt, aber auch die inneren Konflikte der Hauptperson Tsotsi (dt. "Gangster"). Dieser findet in einem gestohlenen Auto ein Baby und nimmt sich dessen an. Dabei stößt er immer mehr auf die moralischen und gesellschaftlichen Probleme, die sein Handeln erzeugen. Er beginnt nachzudenken. Dabei zeigt der Film jedoch beide Seiten sehr "neutral", die Seite der Reichen und die der Gangs.
Der Film lebt von seinen schönen aber auch oft brutalen Bildern und einem genialen Hauptdarsteller Presley Chweneyagae. Dabei kommt er mit relativ wenigen Worten aus. Wunderschön ist dabei, dass diese dann nicht synchronisiert sind, sondern in einem Gemisch aus Zulu, Xhosa und Afrikaans mit englischen Untertiteln sind. Den letzten Schliff bekommt der Film von einem genialen Soundtrack (viele Lieder stammen vom Getto-Star Zola, der auch eine Rolle in dem Film hat).
Alles in allem ein wunderschöner Film zum Nachdenken und manchmal auch zum kurzen Träumen. Sehr empfehlenswert!

Ein etwas aufschreckendes Zwischenspiel möchte ich noch erwähnen. Während des Films bekam eine Frau auf einmal einen Anfall, sah mir sehr nach Epilepsie aus. Das war schon ziemlich krass, wenn man von den starken Bildern so gefesselt ist und auf einmal im Kinosaal jemand laut aufstöhnt. Es sind dann aber sofort einige Leute zu Hilfe geeilt bzw. haben das Kinopersonal verständigt. Schlimmeres ist dabei dann nicht passiert.

Oban and Isle of Mull

Tag 1: Oban

Juhu, die Abschiedstournee steht vor der Tür - und zwar sehr zeitig. Um halb 7 werden wir aus den Federn geklingelt um rechtzeitig um 8:20 am Bahnhof in der Innenstadt zu sein. Unterwegs holen wir uns noch einen lecker Frühstückskaffee beim Starbucks und treffen am Bahnhof dann auf die ebenfalls sehr verschlafenen Torsten und Christin.

Bei wunderbarstem Sonnenschein, schöner als man es sich träumen lässt (jaaa, meine Hoffnungen scheinen sich zu erfüllen!) ging es dann mit dem Zug durch die südlichen Highlands Richtung Oban. Es ist alles so wunderschön, man kommt aus dem schaun und staunen gar nicht mehr raus. Überall vom Schnee bezuckerte Berge und warme Brauntöne im Tal, kurz vor ihrem Frühlingserwachen.


Die Highlands (aus dem Zug gesehen)


Nach 3 Stunden Bummelbahn durch diesen Traum kommen wir um kurz nach 11 in Oban an. Da unsere Fähre erst um 4 geht haben wir noch perfekt Zeit für eine Stadtbesichtigung. Naja, Ortsbesichtigung ist wohl richtiger!

Zuerst besteigen wir den örtlichen Berg, an dessen Hang das Städtchen erbaut ist, um im Turm (so heißt das Teil, ist aber kein Turm, "NEIN Oban, das ist kein TURM!" sondern ein Kolosseumsnachbau) eine Vesperpause (*me waves @ BaWü*) einzulegen und den Ausblick über Oban und die vorgelagerten Inseln zu genießen.


Gruppenfoto in Oban mit Inseln im Hintergrund
(Christin, Torsten, Amelie und ich)


Der nächste Programmpunkt - nach einer zweiten Brotzeit aus dem lokalen Fish 'n' Chips Shop - ist die Besichtigung der Oban Distillery. Der Whiskey hier gehört zu den Classic Malts. Das ist zwar mehr eine Vermarktungsstrategie, aber so ganz grundlos ist der Oban Whiskey dann doch nicht dabei. Die Führung, die mir zwar nicht viel neues gebracht hat, da ich ja schon in der Glengoyne Distillery war, war wirklich nicht schlecht. Wie schon beim letzten Mal sehr interessant. Und für Christin und Torsten war das die erste Führung dieser Art. Zum Abschluss durften wir den 14-jährigen Tropfen dann verkosten. Der Whiskey explodiert förmlich im Mund. Ein sehr warmer, voller Geschmack. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr lecker!

Die Überfahrt nach Mull war recht ereignislos, aber von wunderbaren Ausblicken geprägt. Um 6 waren wir dann nach einer weiteren Etappe (dieses Mal mit dem Bus) in Tobermory. Der Ort ist ein nettes kleines Hafen"städtchen" mit lauter bunten Häusern. Wunderhübsch! Eines dieser bunten Häuser ist die Jugendherberge, das pinke.


Erster Anblick von Tobermory


Nach dem Abendessen, Spaghetti mit Soße und Salat, gab es dann noch eine Runde Wizard und eine Runde Schnaps. Der gute "Bauer Schladerer", der "brennt seit 1814", der arme Mann... (ja, ich weiß, nicht lustig, aber ein Insider, den ich mir nicht verkneifen konnte).

Tag 2: Isle of Mull - Waldsterben

Auch heute werden wir mit Sonnenschein geweckt. Da übertrifft sich das schottische Frühlingswetter mal wieder selbst! Und alles nur für uns!?! Torsten ist schon eine Stunde auf den Beinen und hat unsere Brotzeit vorbereitet und war noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen.

Nach dem Frühstück brechen wir bei strahlendem Sonnenschein (ja ich weiß, ich wiederhole mich, aber es war einfach zuuu toll :) ) zu unserer ersten Wanderung auf. Diese führt uns zur Ardmore Bay. Leider soll es dabei durch einen Wald gehen, nicht sehr schön, wenn man sich gerade so sehr über die Sonne freut. Wie wir dann aber vor Ort feststellen war diese Sorge unbegründet. Der gesamte Wald in diesem Tal wurde abgeholzt. Kein sehr erheiternder Anblick. Der Weg macht nicht wirklich Spaß. Einzig die schwarzen Schafe und eine Begegnung mit einem wahrhaft majestätischem Adler (?) lassen kurzzeitig die Trostlosigkeit ringsum vergessen. Wenigstens werden wir mit einer wirklich traumhaften Bucht belohnt. Hier rasten wir und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen.


Steinpyramide in der Admore Bucht (mit strahlend blauem Wasser)


Anschließend gehen wir auf anderen Pfaden wieder zurück. Christin möchte doch unbedingt zu den Steinkreisen, die hier irgendwo sein sollen. Trotz einem langen Weg, teilweise durch (wegen Rodungen) abgesperrtes Gebiet finden wir die Steinkreise nicht. Dafür sehen wir jedoch das Schloss "Glengorm Castle". Der restliche Weg verläuft dann über eine Straße, na eher ein Sträßchen, zurück nach Tobermory. Die Straße windet sich dabei durchs Landesinnere durch beeindruckende Bergformationen und nette Wäldchen. Das entschädigt doch für das "Waldsterben" auf dem ersten Teil der Wanderung. Händchenhaltend kommen wir beiden Pärchen zurück.

In Tobermory genießen wir dann die Abendsonne bei einem Sonnenbad auf dem Pier. Torsten ist wieder einmal fleißig und lernt brav für seine bald anstehende Zwischenprüfung in Psychologie. Das muss man beim Lehramtsstudium in Halle anscheinend auch belegen.

Abends gibt es wieder gemütliches aber sehr müdes Essen. Danach beginnen bei 3 Pints Bier alle wieder etwas wacher zu werden und wir spielen noch eine weitere Partie Wizard (Amelie wollte eine Revanche) und andere lustige "Ratespiele" wie das "Ballspiel" (errate die Eigenschaften des Balles) oder das "Kofferpackspiel" (finde heraus, was du in den Koffer packen darfst und was nicht). Um 11 oder so fallen wir dann alle erschöpft ins Bett.

Tag 3: Loch-Wanderung und Heimreise

Auch der dritte Tag beginnt, nach einigem zögern, zu guter Letzt doch sonnig. Das übertrifft alle Erwartungen und auch den Wetterbericht. Perfekt! Die heutige Wanderung fällt etwas kürzer aus als gestern, schließlich müssen wir am Nachmittag ja noch nach Hause fahren. Am Ufer der "Tobermory Bucht" entlang führt uns der Weg zu einem kleinen See in der Umgebung.

Im strahlenden Sonnenschein wirkt der Pfad teilweise äußerst Mediterran. Vor allem wenn man dann noch auf "Savannenbäume" trifft. Da kann Christin dann nicht mehr anders und muss zu fotodokumentatorischen Zwecken mit T-Shirt in der Sonne posen.

Torsten, Amelie und Christin in der Savanne


Kurz vor dem See stoßen wir auf einen Wasserfall und ein Hinweißschild, dass sich weiter oben noch ein größerer befindet. So biegen wir dann vom direkten Weg ab und kraxeln den Pfad auch noch zum oberen Wasserfall rauf.

Überall entlang des Weges hat man schöne Blicke aufs Meer oder auf die niedlichen Häuschen von Tobermory. Nach der Umrundung des Sees machen wir dann an einem Picknicktisch mit Blick auf den Ort (ganz klein in der Ferne) Pause.

Auf dem Rückweg macht sich die Sonne leider immer rarer und nachdem wir dann noch eine halbe Stunde auf einer Bank am Hafen von Tobermory gesessen (und geträumt) haben müssen wir zum Aufwärmen noch mal zurück in die Jugendherberge, wo wir uns einen letzten Tee machen.

Um 4 fährt dann unser Bus. Kurz nach dem Einsteigen beginnt es wie aus Kübeln zu regnen und parallel dazu falle ich in den Schlaf. Bin wohl etwas geschafft. Im Zug bin ich dann wieder wach, im Gegenteil zu Amelie, die die halbe Heimfahrt verschläft.
Komisch, dass das unsere letzten Momente mit Christin in Glasgow sein sollen. Zurück zu Hause gehen wir dann noch ein Stück zusammen durch die Fußgängerzone bevor sich unsere Wege trennen. Ich hoffe doch nicht für immer! Da steht man dann auf einmal mitten in Glasgow und vor Abschiedsschmerz wird einem das Herz ganz schwer. Tschüss Christin und auch Torsten!

Zu Hause in Firhill bin ich dann ziemlich schnell ins Bett gefallen. Meine Augen (und ich) waren so müde, dass ich fast nicht mehr lesen geschweige denn tippen konnte.

Das war mal eine schöne und würdige Abschlussfahrt!
Bussi Schottland!

Good Bye Uisge Betha

Heute haben wir unseren letzten Pubabend genossen. Dazu hab ich einfach mal quer durch mein Adressbuch viele liebe Leute eingeladen. Statt Primary (wird echt langweilig mit der Zeit) sollte es noch ein allerletztes mal ins Uisge Beatha gehen. Amelie uns ich waren dann auch schon um halb 8 dort, um einen Tisch mit ausreichend platz zu ergattern. Erst sah es gar nicht gut aus, aber dann ist eine Gruppe gegangen und wir konnten einen relativ großen Tisch in einer gemütlichen Ecke ergattern. Wir wußten ja überhaupt nicht, wer jetzt alles genau kommen wird.
Zu unserer großen Überaschung kamen wirklich (fast) alle, die ich angeschrieben und angesprochen hatte. Sogar Torsten und Christin kamen noch auf einen Sprung vorbei, bevor sie auf die Abschiedsparty von Frizzi (mal ne wirklich ulkige Schreibweise für einen ungewöhnlichen Namen; hat mir Christin "verraten") gingen.

Mehr Whiskeys als Gäste - fast jedenfalls ;)

Neben vielen Gästen gab es auch noch viele Whiskeys. Um genau zu sein haben wir uns relativ am Anfang zu sechst 9 verschiedene Whiskeys gegönnt.

Ardberg, Balvenie, Dalmore, Glenturret, Highland Park, Laphroig, Macallen Fine Oak, Tamnavulin und den etwas teureren Lagavulin.

Letzterer ist schon ein leckeres Tröpfchen und auch bei den anderen waren (unter denen die ich gekostet habe) durchaus sehr leckere dabei (siehe dazu auch ältere Uisge Betha -Einträge).

Der Tisch dann zum Schluss schon fast zu voll. Einige mussten dann leider stehn, aber so ist das in den Pubs hier nunmal. Der Abend war wirklich sehr schön, nur leider mussten wir ziemlich früh (naja um 11) gehen, da wir ja morgen früh nach Mull fahren wollen. Da müssen wir um 8 schon am Bahnhof sein.

Adieu

Auf dem Heimweg hat mich dann genz schön die Trauer gepackt. Abschied von vielen netten Menschen (von manchen wohl für immer), von einer netten Kneipe und bald auch von Glasgow und Schottland. Da musste ich mir dann schon ein Tränchen verdrücken. Abschiede sind echt mal was richtig doofes. Aber leider gehören die halt auch zum Leben dazu.

Abschied von Ben

Das letzte mal Ben, unser kautziger und doch lieber Tutor. Er hatte dazu (außerplanmäßig) ein "großes" Tutorium einberufen, zu dem alle kommen sollten, dass er uns noch mal sieht.
Am Nachmittag kam dann noch eine Email, die sich eigentlich an die anderen, die noch bleiben richtete aber dann auch folgende Passage enthielt:
I now realise that I will be travelling to London 2 weeks today.
(...)
Au revoir to Amelie and Ben
Cheers, The other Ben

PS London has 2 Bens too - Big Ben and Little Ben

Hihi, das ist mal wieder so ne typisch Bensche Assoziationskette. Ja, lieb ist er schon! Au revoir, Ben!

Probepacken

Am Abend, eine Woche vor der Abreise hab ich heute mal so grob Probegepackt. Also mal alle Sachen, die ich auf den Flug mitnehmen will von denen, die ich per Post schicke getrennt und dann beide im Koffer gewogen. Also erst mal scheint alles reinzupassen was rein soll und das Gewicht ist auch ok. Der Koffer wog so 22kg und das Paket 20 kg. Ich denke es wird bei beiden noch ein bisschen mehr, aber das ist dann auch ok! Jetzt kann der Abflug dann mal so langsam kommen.

Aber erst noch gehts nach Mull! Da freu ich mich jetzt erst mal drauf!

Ach ja, der Schnee ist übrigens wieder weg. Gott seis getrommelt und gepfiffen. Wir brauchen doch wandertaugliches Wetter am Wochenende. Wenn jetzt noch die Wolken zugunsten der Sonne abdanken, dann wird es perfekt!

Matsch

... auf der Straße

Heute ist der Schnee noch mehr zu Schneematsch mutiert. Jetzt suppt man so zur Uni. Der Weg ist mal richtig anstrengend zu laufen, vor allem, da wir wie immer recht spät dran sind.

Eigentlich beeilen wir uns völlig unnötig zum Bayesian Modelling Tutorium. Es gibt keine Aufgabenblätter mehr zu besprechen und so fällt die Veranstalltung mehr oder minder aus. Nach 15 Minuten, die wir nutzen könnten Fragen zu stellen, können wir gehn. Na das hat sich mal rentiert!

... und im Kopf - oder: Sport mit Tücken

Gott sei Dank wollten wir danach sowieso noch sporteln gehn, sonst hätte sich der Weg nun mal überhauot nicht gelohnt. Nur: Im Sport stell ich in der Umkleide fest, dass ich, im Gegensatz zu sonst, keine Turnschuhe anhabe - man denke an das Wetter. Eingepackt hab ich sie natürlich auch nicht. In Winterschuhen auf dem Trainer ist mir dann doch zu peinlich.
Aber glücklicher Weise habe ich ja meine Badehose (normal nur für meinen obligatorischen Saunagang von Nöten) dabei, also beschließe ich ein paar Bahnen zu ziehen. Und siehe da, Frederik ist auch gerade am paddeln. So schwimmen wir dann zusammen eine gute halbe Stunde. Nebenbei ratschen wir und driften bald ins politisieren ab. Schon witzig, wenn da zwei Deutsche über Politik redend ihre Bahnen ziehen. Jedenfalls war das Schwimmen, ganz im Gegensatz zu sonst, heute mal nicht langweilig!

Lagerkoller

Schön langsam merkt man, dass Amelie und ich schon ganz schön viel zusammen machen und zusammen rumhängen. Eigentlich sind wir ja fast nie getrennt. In den letzten Tagen hat sich da ein gewisser Lagerkoller eingestellt. Immer wieder kabbeln wir uns um Nichtigkeiten. Echt nervig. Da freu ich mich schon wieder richtig, wenn ich sie mal ein bisschen nicht sehe (nicht, weil ich sie nicht sehen will, im Gegenteil) weil ich sie dann endlich wieder mal vermissen kann! Aber zu lange sollte sie dann doch nicht weg (also in Ulm) bleiben :)

Shopping-Tortur

Wie zu erwarten hat es, nach den (für hiesige Verhältnisse) heftigen Schneefälle der Nacht, einen riesen Schneehaufen auf den Straßen. Leider ist dieser ziemlich feucht. Somit darf man sich durch einen wunderbaren Matsch fortbewegen. Autos spritzen meterweite Dreckfontainen auf den Gehsteig und die Wege schwanken zwischen rutschig und sehr rutschig.

Einfach eine prima Gelegenheit, zum Tesco einkaufen zu gehen! Wenn man nur nicht raus müsste.

Auf dem Heimweg haben wir dann noch mehrmals Bekanntschaft mit NEDs (Non Educated Delinquent - wörtlich übersetzt: ungebildeter Straftäter) gemacht. Schnee ist doch was feines, den kann man so schön auf Passanten werfen... . Ned ist übrigens ein spezielles Wort aus Glasgow für dieses "Phänomen".
So anstrengend und nervig war einkaufen noch nie. Fast 2 Stunden haben wir dann insgesamt gebraucht.

Keine ruhige Minute

Was ein Samstag. Los geht es erst mal mit - für Samstag - frühem Aufstehem. Schließlich hat Amelie mit Christin ausgemacht, dass wir uns um 11:00 a.m. treffen. Ja wird da jetzt mancher sagen, ich lese da 11 Uhr, das ist doch nicht früh. Aber für schlafdefizitäre Menschen wie mich ist es wirklich sehr früh. Davor will ja auch noch gefrühstückt werden und hinlaufen mussten wir auch noch eine halbe Stunde. Aber ich will mich nicht beschweren. Nur so bekommen wir unser heutiges Programm überhaupt unter.

Mit Christin sind wir dann zur Queen Street Station gegangen um unsere Frühbucher Tickets für Mull zu kaufen. Apex-Tickets (so heißen sie auf englisch) erhält man in Schottland noch 2 Tage vor der Reise. Sehr nett und wirklich günstig.
Und ja, wir werden zu viert nach Mull fahren. Nächsten Freitag bis Sonntag. Ich freue mich schon. Jetzt muss dann nur noch das Wetter mitspielen, damit wir auch nochmal schön wandern und Sightseen können.

The Lighthouse - Scotland's Centre for Architecture, Design and the City

Christin ist dann wieder heim, Essays schreiben und putzen. Amelie und ich haben es dann endlich, kaum eine Wochen vor unserem Abflug, ins Lighthouse geschafft. Da wollte ich eigentlich schon mit Mama (also im Januar) hin.

Das Gebäude, etwas in einer Seitenstraße versteckt, ist eigentlich ganz schön gemacht. Ein Umbau eines alten Macintosh-Hauses. Die Ausstellungen, die offen waren waren auch ganz cool. Z.B. gab es eine wirklich witzige Videoinstallation vom Künstlerkollektiv "Ant Farm" unter anderem mit einem Beitrag zu ihrem Projekt "Cadillac Ranch".

Die Macintosh-Ausstellung hat mich dann eher etwas gelangweilt. Ich hab eine gewisse Macintosh-Übersättigung!
Sonst gab es leider nicht mehr viel zu sehen, wir hatten uns nämlich einen ziemlich ungünstigen Termin ausgesucht. 3 der 6 oder 7 Gallerien wurden gerade umgebaut und für neue Ausstellungen vorbereitet und somit im Moment nicht zugänglich. Sehr schade.

Nächster Stopp

Um die kleine Pause die wir nun hatten zu überbrücken haben wir einen Kaffee-Stopp im Starbucks in der Byres Road eingelegt. Was man da alles zu sehen bekommt... sehr witzig. Jeder Soziologe (*me waves to Belgium*) hätte seine wahre Freude gehabt. Von Familien mit Sohn im Jogginganzug und die Tochter aufgebrezelt als würde sie gerade zum Clubben gehen, Vater mit Kleinkind, wobei der Vater alle 5 Minuten aufgestanden ist und auch mal für länger weg war - sich aber nie wirklich mit dem süßen Sohnemann beschäfftigt hat, bis hin zu wirklich unmöglichen Behinderten. Letzterer kam mit Subway Sandwich in den Laden gerollt, hat sich dann einfach mal einen Tisch, an den sich zwei Mädchen setzten wollten gekrallt, nur um dann aufs Klo zu "gehen". Anschließend hat er dann den mitgebrachten Sandwich und einen ebenfalls mitgebrachten Saft verzehrt und sich von den Angestellten, die ihn baten das bleiben zu lassen, nicht aus der Ruhe bringen lassen. Einfach ein bisschen auf doof stellen und sich ins Fäustchen lachen. Na, Amelie und ich hatten unseren Spass beim beobachten :)

Frisch gestärkt ging es dann ins "Stevie", ein bisserl sporteln. Mann oh Mann, heute wars aber wieder mal voll. Gibts da was umsonst am Samstag Abend?

Vorabendprogramm

Als wir dann zu Hause waren haben wir fix gekocht. Eine wunderbare, leckere Gemüsesuppe mit frischen Parmesan-Hobeln bestreut. Danach hab ich dann die verbleibende halbe Stunde genutzt um mit meiner (relativ) frisch aus Indien wiedergekehrten Mama zu telefonieren. Gut gelandet ist sie mal :)

Und auf gehts - ab auf die Piste

Und schon ging es wieder los. Schon wieder zu Christin. Zusammen mit ihr und Frizi (ja, so heißt die) wollten wir auf Christians Geburtstagsparty. Die Party war dann zwar zeitweise so überlaufen (mit lauter absolut unbekannten Menschen), dass wir aus der Küche in Christians Zimmer geflohen sind, dort haben wir dann aber noch wunderbar geratscht.
Immer wieder kam der Security-Typ des Wohnheims um die Party aufzulösen. So wurde es leerer. Im Zimmer waren wir ja völlig unbehelligt. Der Blick aus dem Fenster erwieß sich dann als Schock. Draußen hatte es geschneit, aber mal so richtig! Es lagen mindestens 15 - 20 cm Schnee. Um ca. 3 oder war es schon 4 sind wir dann nach einigen Bieren nach Hause aufgebrochen. Besonders Christin freute sich über die guten Straßen, hatte sie doch ihre super-niedrigen Schuhe an, in die bei jedem Schritt der Schnee reinschippte. Auch Amelie und ich waren nicht wirklich für Schnee, noch dazu in diesen Mengen, gerüstet. Aber ich habe es dann doch immerhin den halben Heimweg (bei schönem Wetter 45 Minuten) geschafft, trockene Füße zu behalten.
Den anfänglichen Plan, ein Taxi zu nehmen hatten wir recht schnell verworfen, da die Taxis auch nicht wesentlich schneller als Fußgänger waren. Da ist so ne Fahrt dann doch etwas zu teuer. Unterwegs sind uns dann noch einige Discogänger in seeeehr luftigen Outfits begegnet. Lustig! Die beste war so ne richtige Tonne (sorry, aber so war sie), bekleidet nur mit einem kleinen "neckischen" Pailettentop und einer 3/4-Hose. Dazu Stöckelschuhe und natürlich keine Jacke. Bestens gerüstet für dieses Wetter. Als dann ein Taxi (weil besetzt) an ihr einfach vorbeigefahren ist, da ist sie beinahe verzweifelt. Na, erfrohren wird sie mit der guten körpereigenen Isolierung jedenfalls nicht sein. Und ich habe mich köstlich amüsiert.

Gute Laune trotz Wäsche waschen

Wieder mal der lange Unifreitag. 3 Stunden Vorlesung und dann noch 2 Stunden Computerübung. Danach ist man ganz schönausgepowert. Wie ich es immer gerne hab ;)

Zu Hause gings dann ans letzte mal Wäsche waschen in Glasgow, mit den schlechten und überteuerten Maschinen. Und wisst ihr was? Ich war das erste mal nicht kacke drauf, sondern richtig entspannt und gut gelaunt. Das wird ja glatt noch was mit mir *g*
Das einzig nervige war, dass die Trockner dieses mal überhaupt nicht richtig getrocknet haben. Obwohl wir diesmal richtig wenig Wäsche drin hatten war danach noch das meißte feucht. Ja zefix, wozu zahl ich denn das Geld, wenns dann nicht mal was bringt?

Zeit im Internet verbringen

Heute bekommt ihr ein Interneträsel serviert, dass es in sich hat. GodTower. Dabei muss man in jedem Level das Passwort herausfinden. Damit kommt man dann in den nächsten Level. Dabei sind immer die Bilder der Schlüssel. Teilweise gibt es auch noch einen zweiten Tipp, den man dann über ein Pfeilsymbol rechts oben aufrufen kann (ich glaube das erste mal im 3. Level). Alles Passwörter werden dabei übrigens klein und zusammen geschrieben. Also viel Spass beim rätseln (und nicht gleich vom ersten abschrecken lassen - es kommen auch wieder einfachere). Ich häng übrigens gerade im 7. Level... also wenn da dann mal jemand nen Tipp hat... dann einfach unten einen Kommentar hinzufügen!