Deutsche Überall

Oh mein Gott, überall Deutsche. Bei der Orientation Week heute wurde bei der Einführung ("Welcome") gefragt, aus welchem Land man kommt.
"Wer kommt aus Deutschland"
*woooosssshhhh* mindestens 50% der Anwesenden melden sich.
Weitere 25% kamen dann aus Frankreich und nochmal 10% aus Österreich.
Das ergibt geschätzte 60% deutschsprachige Erasmusstudenten. Wieso bin ich da denn überhaupt von zu Hause weg?

Nach einer kurzen und durchaus lustigen ("At first I have to say: Sorry for the weather") Einführung dann schon wieder fertig. Noch auf gut Glück bei Herrn Webber (dem Erasmusadviser der Faculty of Science) vorbeigeschneit, um unseren Personen-Record, also die personenbezogenen Daten etc., bestätigen und aktivieren zu lassen. Man braucht dies, um sich dann überhaupt immatrikulieren ("We now say register, matriculate was too difficult...") zu können. Mr. Webber ist schon echt eine Show. Ein typisch verplanter Mathematiker, was er auch mehrfach im Gespräch betont ("...me as a mathematician..."). Kommt einem manchmal vor wie ein kleines Kind, wie er da vor einem sitzt. Nebenbei scheint er sich sehr zu freuen, dass er Besuch bekommt, da er mit Anekdoten nur so um sich wirft. Da er (anscheinend) aus Leeds kommt versteht man diese aber wenigstens. Weiter sei hier zu erwähnen, dass ichnoch nie (!), nein auch nicht bei dir Daniel ;) , so ein unordentliches Zimmer gesehen habe. Papierberge wohin das Auge reicht. Unter der Tastatur ein ebensolcher. Die Tastatur wackelt darauf herum und ist sehr, sehr weit oben. Die Maus liegt irgendwo nebendrann auf dem Tisch (oja, hier sieht man ihn fast) funtkioniert aber nur, wenn man sie vorher kräftig schüttelt. Trotz dieser Unordung schafft er es mehrfach im Gespräch die benötigten Unterlagen zielstrebig aus einem dieser Berge zu ziehen. Dabei sind sie noch nicht mal verknickt. Respekt!
Wie mir scheint gilt hier: "Das Genie berherscht das Chaos."

Vermischtes

Abgeschlossen wurde unser Tag durch eine selbstgemachte Kürbiscremesuppe. Lecker wars durchaus, aber so schnell mach ich das, zumindest mit unserem "Werkzeug", nicht mehr. Man ist das eine bescheuerte und anstrengende Arbeit!

Lobend erwähnt werden muss an dieser Stelle die Seite der Tagesschau, die uns jeden Abend mit News from good old Germany versorgt!

Ein weiteres mehr technisches und nerviges Detail soll nicht verschwiegen werden: Amelies Laptop geht, trotz mehrerer Reperaturversuche durch sie selbst, durch mich und auch durch Bill, ein Haus-Admin, immer noch nicht. So ein Kack!

Wetter ist in Glasgow nichts statisches, es ist ständig im Wandel.
Besipiel heute: morgens nebelartiger waagrechter Regen, nachmittags Sonne und Abends/Nachts stürmischer Wind und Regenschauer.

2 Comments:

At 22:05, Anonymous Anonym said...

Hallo Benny!
Wenn Mr. Webbers Zimmer das unordentlichste ist, das du kennst, dann warst du noch nicht in Ben Torsneys Rumpelkammer... :D Keine Angst, das kommt noch...
Macht denn die gute Avril McGregor wieder die Einführungsveranstaltungen?
Ach ja, diese Länderverteilung (Deutschland 50%...) hab ich auch festgestellt letztes Jahr. Hab mich dann mehr an die französische Minderheit gehalten. ;)
Viel Spaß weiterhin in Glasgow!
Andi

 
At 23:47, Blogger Benjamin said...

Von Ben hab ich auch schon was läuten hören *g*
Is aber die Woche nocht mehr da. Werden da mal nächste Woche hinschaun.

Zur Einführungsveranstalltung: Ich glaube es war Avril McGregor (wenn ich mich nicht schwer täusche) und halt dann die Gastredner.

Wie du ja jetzt oben siehst versuchen auch wir uns an die Franzosen zu halten *g*

Greets nach Deutschland
Benny

 

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