Loch Ness und Highlands
Im Folgenden versuche ich eine gute aber sicher absolut unvollständige Übersicht über unseren Highland Trip mit Ziel Loch Ness zu geben. Tut mir übrigens auch leid, dass sie erst jetzt, 4 Tage später kommt, aber ihr wisst ja, so viel zu tun ... :)
Tag 1: Loch Lomond, Ben Nevis und Fort William (mit Loch Ness)
So früh aufstehn, dass kann doch nicht gut sein. Um 8 fährt unser Bus am Main Gate der Uni ab. Das bedeutet für uns, dass wir um halb 7 aus dem Bett müssen. Nachdem ich gestern noch so lang wach war zum bloggen, duschen, packen, ... und dann auch nicht sofort einschlafen konnte bin ich also etwas müde.
Aber die frühe Abfahrt wird sich lohnen! Als wir um viertel nach 9 am nördlichen Ende von Loch Lomond das erste mal Halt machen, zeigt sich, dass es gut so war. Alles liegt noch unter Raureif aber die Sonne wärmt einen bereits. Dabei zaubert sie eine wunderschöne Stimmung über den See. Es ist kaum ein Wölkchen am Himmel. Traumhaft. Hoffentlich bleibt das Wochenende so!
Unser zweiter Stopp ist dann eineinhalb Stunden später und eine halbe Stunde vor Glencoe. Also mitten in den Highlands. Wir pausieren am Beinn an Dothaidh und an den Black Mounts, kurz nach "Bridge of Orchy" einem kleinen Ort mit - man wird es kaum glauben - einer Brücke über den Fluss Orchy. Die Heuwiese erinnert an die Alpen im Herbst, aber lässt definitiv keine Wintergefühle zu. Die Sonne zaubert über die Bergkuppen und das Heu einen goldenen Schimmer. Werde ich gleich aufwachen? Nein, das ist alles der ganz normale und reale Winter in den Highlands. Zumindest eine - wenn auch besonders schöne - Spielart davon.

Eine halbe Stunde später tauchen wir in den Schatten von Glencoe (Glen = Tal) ein. Das Tal hat auch den Beinamen "Tal der Tränen", da hier ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Highlands stattgefunden hat. Der Clan der Campbells hat dabei unter Umgehung der Highland-Gastfreundschaft und auf Geheiß des englischen Königs 37 Mitglieder des MacDonald-Clans ermordet, da sich die MacDonalds nicht rechtzeitig dem König unterworfen hatten.
Doch zurück zur Gegenwart. Heute werden die "Three Sisters", eine Bergkette, von blauem Himmel und Sonnenschein überstrahlt. Auch wenn unser Rastplatz im Schatten liegt ist es doch ein wunderschöner und beeindruckender Ort!
Kurz nach Glencoe legen wir am Fuße des höchsten Bergs der Insel, Ben Nevis, eine Rast ein. Mittagszeit in Fort William. Wir halten am gleichen riesen Morisson wie beim Skyetrip. Hihihi. Damals wars aber dunkel. Heute sehe ich endlich alles drum herum! Nach den Essen fahren wir dann etwas aus Fort William heraus, um am "Commando Memorial" mit schönstem Blick über Ben Nevis einen Fotostopp einzulegen.
Um kurz nach 2 kommen wir dann in Fort Augustus an. Der Ort liegt direkt am Loch Ness und wird unser Zuhause für diese Nacht sein. Amelie und Christin teilen sich in der in der Pension das Zimmer "Eilean Donnan Castle" und ich beziehe mit Frederik und unserer Busbekanntschaft Haida (oder wie auch immer man ihn schreibt) aus dem Irak, sowie 3 anderen, das Zimmer "Gregory's Girls".
Kurz darauf treffen wir uns schon wieder vor der Herberge um zusammen zum Loch Ness zu gehen und dort einen Bootstrip zu unternehmen. Leider gehen wir dabei über die Straße, die auch der Bus genommen hat. Nach 20 Minuten Fußmarsch kommt dann aus einem kleinen Weg unsere Herbergsmutter, die wohl bemerkt hatte das wir falsch gelaufen waren, um uns mitzuteilen, dass der Weg aus dem sie gerade kommt vieeel kürzer sei. Auf dem Rückweg haben wir das dann auch festgestellt. 3 Minuten statt 25... Naja, man kann nur klüger werden.
Der Bootstrip war vor allem teuer. Was wirklich besonderes gab es nicht zu sehen und mit der Nachmittagssonne wurde es auf dem Wasser auch merklich kälter bis sehhr kalt! Doch Moment, was schreib ich hier? Ich hatte doch ein Nessie Spotting! Was, ihr glaubt mir nicht? Seht selbst:

Für alle, die immer noch zweifeln gibt es auch noch ein Video auf meiner Festplatte. Also einfach mal anfragen :)
Nach einem kleinen Spaziergang durch das winzige Örtchen ging es dann zum Entspannen zurück ins Hostel.
Nach dem Abendessen (Spaghetti Carbonara) gab es dann lustige Spiele. Erst Wizard mit einem Schluck Whisky dazu. Später dann Twister und einige Schokoladenspiele. Ein lustig angeheiterter Abend mit viel Spaß aber ohne besondere Vorkommnisse (und auch ohne ausfällige/auffällige Personen).
Tag 2: Hiking in Fort William, Loch Ness, Urquhart Castle und die Heimreise
Heute haben wir einen relativen Frühstart hingelegt. Obwohl wir bis Mittags um 1 im Hostel bleiben konnten sind wir um kurz vor 10 losgezogen. Schließlich wollten wir nicht drinnen versauern. Der Tag kündigte sich annähernd so schön an wie der gestrige, auch wenn einige Französinnen das nicht glauben wollten ("It's raining outside...!"). Zu viert gings "en route". Amelie, Christin, Cathrin und ich. Alles deutsche - die anderen Nationen sind wohl keine Wanderer.

Bis um kurz nach 12 waren wir dann auf einem wunderschönen Rundweg unterwegs. Über einen alten Militärweg von 1755 haben wir uns in die luftigen Höhen über Loch Ness gestürzt. Durch schöne Wälder und Hochebenen erfolge dann ein langsamer Abstieg. Besonders schön war dann auch der letzte Teil des Weges. Über einen kleinen (roten) Pfad durch grüne, moosige Wälder ging der Abstieg. Am Ende des Weges erwartete uns dann ein sonniges Plätzchen mit Blick auf den Loch.
Zu Mittag gab es Sandwiches, Äpfel und Mandarinen. Darum wie auch schon um das Abendessen hat sich die International Society gekümmert. Alles war in Preis von 35 Pfund inbegriffen. Toll :)
Anschließend ging es mit dem Bus noch in die "Mitte" des Loch Ness, zum Urquart Castle. Castle ist eine volle Übertreibung. Eigentlich handelt es sich nur um eine riesengroße Ruine. Nett anzuschauen (und noch dazu wieder mal kostenlos) war sie trotzdem. Besonders nett war das Video mit der kurz zusammengefassten Geschichte, zu dessen Ende die Leinwand nach oben fährt, die Vorhänge des Raumes sich öffnen und somit den Blick auf das heutige Castle freigeben. Was ein Effekt!
Die Heimfahrt war dann etwas "länglich". Geprägt von Phasen, wo es der hälfte des Busses schlecht war und somit sehr viele mit den vorne Sitzenden Platz tauschen wollten. Lustig war jedoch noch das bunte Nationalhymnensingen. Jede Nationalität im Bus sollte/durfte/musste ihre Hymne vortragen. Da waren doch einige witzige dabei, so z.B. Indien, China, Irak oder auch Südafrika (die 4sprachig ist). Durchaus spannend!
Um 9 sind wir dann hundemüde und sehr hungrig (manche auch mit mehr "ausscheidenden" Bedürfnissen) wieder in Glasgow gelandet. Puh. Was ein schöner und doch auch wieder anstrengender Trip!
Um euch ein Bild zu vermitteln habe ich euch einige solche mitgebracht!
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